Die Therapie beginnt mit einem offenen Wort

Die Harninkontinenz gehört mit zu den häufigsten Beschwerden von Frauen unterschiedlichen Alters, wobei das Ausmaß der Inkontinenz und der subjektive Leidensdruck durchaus unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Häufig wird dieses Thema aus falscher Scham nicht angesprochen, obwohl in vielen Fällen durch einfache medikamentöse Maßnahmen oder einen relativ kleinen operativen Eingriff die Beschwerden behoben oder zumindest deutlich gebessert werden können.

Durch eine sorgfältige Befragung und eine harmlose Untersuchung lässt sich in den meisten Fällen rasch und eindeutig zwischen einer Belastungsharninkontinenz (Stress-Inkontinenz) und einer Drangharninkontinenz (Urge-Inkontinenz) – das ist die sogenannte „Reizblase“ – unterscheiden.

Für das individuelle Behandlungskonzept ist diese Abklärung zwingend erforderlich. Komplexere Fragestellungen werden durch die enge Zusammenarbeit mit KollegInnen urogynäkologischer Fachabteilungen von Kliniken und KollegInnen anderer Fächer (Urologie, Neurologie oder Chirurgie) interdisziplinär geklärt.